6. März 2013 | Von | Kategorie: Krankheit

Neuere Untersuchungen lassen einen Zusammenhang zwischen Zahnwurzelbehandlung und Herzinfarkten vermuten.

Herzinfarkt? Wie bitte? Wenn man an Herzinfarkt denkt, dann denkt man gleichzeitig an zu hohe Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Probleme mit den Herzkranzgefäßen und vielleicht auch noch erbliche Faktoren, wenn Vater, Großvater und so weiter auch schon einen Herzinfarkt gehabt hatten. Woran kaum jemand als mögliche Ursache denkt, ist ein Umstand, dem ich jetzt auf den Zahn fühlen möchte: Zahnwurzelbehandlungen.

Zahnwurzelbehandlungen?

Schauen wir zunächst einmal, warum diese Zahnwurzelbehandlungen (genauer gesagt eigentlich eine Wurzelkanalbehandlung) durchgeführt werden. Die häufigsten Indikationen sind Zahnschmerzen, Karies (Zahnfäule) bis tief in den Zahn hinein beziehungsweise bis zum Zahnnerv, Verletzungen durch Unfälle und Beschwerden ohne ersichtliche Ursache und einiges mehr. Das klingt logisch und verständlich – so weit. Wo also sollte das Problem liegen?

Vor mehr als 100 Jahren verkündete ein gewisser Dr. Weston Price, der damalige Vorsitzende der Forschungsabteilung der amerikanischen Dentistenvereinigung, dass Wurzelkanäle ein Eldorado für eine Reihe von Krankheitserregern seien. Sein Team, in dem auch Mikrobiologen der Mayo Clinik arbeiteten, begannen, diese Erreger zu identifizieren.

Als nächstes implantierten die Forscher um Dr. Price Fragmente von behandelten Wurzelkanälen unter die Bauchhaut von ca. 60.000 Kaninchen. Die daraus gewonnenen Resultate zeigten unmissverständlich, dass menschliche Erkrankungen, deren Ursprungsort in Zähnen mit Zahnwurzelbehandlungen zu suchen waren, nach nur wenigen Wochen die gleichen Erkrankungen in Kaninchen hervorrufen konnten. Herzinfarkte wurden dabei zu 100 Prozent „transplantiert“, was den Grund zu der Annahme gibt, dass Zahnwurzelbehandlungen eine primäre Ursache für Herzerkrankungen sind.

Giftfabrik Zahnwurzelkanal

In meinem Beitrag Wurzelbehandelte Zähne sind ein Problem: Ursachen und Therapie bin ich bereits auf eine Reihe von Problemen eingegangen, die eine Zahnwurzelbehandlung mit sich bringen kann und oftmals auch bringt. Ich berichte auch darüber, dass eine „Desinfektion“ nicht in der Lage ist, eine 100-prozentige Sterilität zu erzielen. Dafür sind die Instrumente für den Einsatz der Desinfektionsmittel nicht fein genug, um auch die mikroskopisch kleinen Tubuli und andere Mikroareale im Zahn zu erreichen und zu desinfizieren.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es keine große Überraschung, dass Price und sein Team in der Lage waren, Krankheiten über Fragmente von Wurzelkanälen auf die Testtiere zu übertragen. Oder mit anderen Worten: Schon vor mehr als 100 Jahren gab es einen ernstzunehmenden Hinweis auf die Problematik einer Zahnwurzelbehandlung.

Dr. Price, der von 1870 bis 1948 lebte, gilt heute als „Charles Darwin der Ernährung“, da er den Zusammenhang zwischen moderner Ernährung und der immer häufiger auftretenden Karies beschrieben hat. Interessanterweise lehnte er die Theorie der säurebildenden Bakterien als Verursacher der Karies ab. Vielmehr sah er in der Fehlernährung der modernen Zivilisation den Hauptgrund für den schlechten Zahnzustand in den Vereinigten Staaten. Kein Wunder also, warum die Theoretiker der schulmedizinischen Zahnmedizin besonderen Wert auf säurebildende Bakterien legen und gleichzeitig die mehr als 100-jährigen Ergebnisse bezüglich der Wurzelkanalbehandlung von Price verschweigen.

Denn Dr. Price und seine Kollegen hatten zuvor schon eine Reihe von Krankheiten identifiziert, die auf dem Ausstoß von bakteriellen Toxinen beruht. Und die Bakterien, die diese Toxine produzierten, „wohnen“ im Wurzelkanal. Damit gibt es für die Zahnmedizin keine „Ausrede“, dass man das alles nicht hat wissen können, da die Erkenntnisse neu sind. Sind sie nicht. Sie sind über 100 Jahre alt und niemand wollte und will sie wissen. Falls die Erkenntnisse von Price zum allgemeinen Wissen in der Zahnmedizin gemacht worden wären, dann gäbe es heute sehr wahrscheinlich keine oder kaum Wurzelkanalbehandlungen. Denn wenn der Patient eine nachfolgende Erkrankung erleidet, die sich auf die zahnärztliche Behandlung zurückführen lässt, dann hat der Zahnarzt vor Gericht ganz schlechte Karten.

Wie heillos das Durcheinander in der Zahnmedizin ist, sieht man an der Selbstbeweihräucherung in Sachen Wurzelkanalbehandlung. Der niedergelassene Zahnarzt wird hier von der eigenen Zunftvertretung mit verwirrenden Berichten zum Thema „informiert“; mancher Zahnarzt (der sich mit der Materie beschäftigt hat), sagte mir auch „wir werden nicht informiert – sondern für dumm verkauft“. Denn die meisten zahnärztlichen Vereinigungen rühmen sich, dass Wurzelkanalbehandlungen zu 97 Prozent erfolgreich seien. Dabei wird nicht definiert, was man unter „erfolgreich“ zu verstehen hat. Die frohe Botschaft reicht.

Dann kommt zum Beispiel die American Association of Endodontists (AAE), die nur noch von 90 Prozent Erfolg sprechen. Das amerikanische Department of Heath und Human Services verkündete 1984, dass es keine Anhaltspunkte gibt, nach denen man einen Erfolg oder nicht Erfolg beurteilen kann. Ein Dr. Burket veröffentlichte, dass nur 42 Prozent der Behandlungen „mechanisch“ korrekt die Füllungen der Kanäle eingebracht hätten. Soweit die amerikanische Seite der Medaille. Die Europäer waren hier noch konservativer und berichteten von nur 30 Prozent korrekter „Mechanik“.

Dann gab es da noch die Wissenschaftler, die sich detailliert für die Behauptung interessierten, dass eine Wurzelkanalbehandlung keine Sterilität garantieren kann. Ein Dr. Haden untersuchte 1500 behandelte Zähne unter dem Mikroskop und kam auf 87 Prozent der untersuchten Zähne mit einer bakteriellen Kontamination. Aber es kommt noch schlimmer. Dr. Okabe konnte zeigen, dass 72,1 Prozent der Patienten, die sich einer Wurzelkanalbehandlung unterzogen hatten, genau die Bakterien im Blut aufwiesen, die auch in ihren behandelten Zähnen oder Zahn gefunden wurden. Ist dann die Bakterienzahl im Blut ausreichend hoch, dann ist es auch nicht mehr weit zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung).

Weiter geht es mit den Hiobsbotschaften: Denn die meisten Zahnärzte erzählen ihren Patienten, dass ein Schneidezahn nur einen einzigen Kanal hat. Dr. Price konnte schon damals zeigen, dass der gleiche Schneidezahn mehr als 75 Nebenkanäle haben kann, die vom Zahnmark (Zahnpulpa) zur Oberschicht des Zahns verlaufen. Da erhebt sich die Frage, wie man 75 und mehr Kanäle behandeln und füllen will? Und wenn man nicht weiß oder leugnet, dass diese Kanäle existent sind, dann wird diese Frage meines Erachtens doch noch dringender – oder?

Wie die zahnärztliche Behandlung Ihre DNA verändert und Sie krank werden lässt

Bitte lesen Sie hier weiter ( Quelle)


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