Der Neoliberalismus erklärt ganzheitlichen Heilmethoden den Krieg.

In letzter Zeit stehen die ganzheitlichen Heilmethoden – besonders die Homöopathie – im Fokus der öffentlichen Demontage. Mit längst widerlegten oder von vornherein unsinnigen Argumenten wird versucht, beliebte und wirksame Heilweisen zu unterminieren. Auf dem Wege der Versicherungsregulierung sind in den letzten Jahren die Hebammen ihrer freien Berufsausübung weitgehend beraubt worden. Menschen, die besorgte Fragen zur gängigen Impfpraxis stellen, werden öffentlich diffamiert.

Außerdem wird die Wirtschaftspolitik neoliberaler und unsozialer. Offen wird wieder über stärkere Militarisierung und Kriegsführung als politisches Mittel nachgedacht. Hat das etwas miteinander zu tun? Hat es, viel sogar. Um dies zu verstehen, müssen wir zunächst die Perspektive vergrößern.

Die Mehrheit der ganzheitlich Heilenden versteht sich selbst als „unpolitisch“ und ist nur daran interessiert, die eigene medizinische Arbeit möglichst gut und ungestört zum Wohle ihrer Patienten verrichten zu können. Mehrheitlich sehen sie nicht, dass sie eine Schlüsselrolle in einem viel größeren ideologischen Ringen um die Deutungshoheit spielen, welche Art von Denken gesellschaftlich für zulässig gehalten wird und unser Leben bestimmt.

Die Enteignung der Gesundheit als ideologisches Instrument

Eine ganz entscheidende Stelle unserer Selbstwahrnehmung ist unsere Gesundheit, unser Körper. Wie sagt ein Sprichwort so schön: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Hier sammeln sich unsere Ängste, unsere Hoffnungen und Möglichkeiten. Hier zeigt sich, woran wir wirklich glauben, worauf in dieser Welt wir im Zweifelsfall wirklich vertrauen. Und an dieser entscheidenden Stelle kommt ins Spiel, für welche Art von Medizin wir uns entscheiden, oder zunächst welche Art von Medizin uns überhaupt angeboten wird und uns zugänglich ist. Zugänglich im materiellen Sinne als vorhanden und bezahlbar, aber zugänglich auch im geistigen Sinne als ein überzeugendes und Vertrauen erweckendes Konzept mit einer gewissen sozialen Akzeptanz.

Die Rede von den Halbgöttern in Weiß, denen auf der anderen Seite die Quacksalber und Scharlatane gegenüberstehen, zeigt deutlich, in welche Kiste der Vorstellungskraft gegriffen wird, um bestimmte Interessen durchzusetzen. Seitens der etablierten technisch-chemischen Medizin sind multimilliardenschwere Einkünfte und ein immer stärker angekratztes Image zu verteidigen. Deshalb wird hier mit sehr harten Bandagen gekämpft.

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Quellen und Anmerkungen:

(1) siehe Leitartikel des SPIEGEL 34/2018
(2) Belege für eine enge Verwicklung der Homöopathie-Diffamierer mit der Pharma-Industrie finden Sie in „Evidence Based Monsanto“; oder im Blog von Harald Walach: „Alles Zufall?“. Grundsätzliche Überlegungen dazu in: „Gedanken über Skeptiker als Homöopathie-Gegner“.
(3) Es kündigt sich bereits an, dass die Osteopathie als nächstes Opfer anvisiert wird. Auf der Jahrestagung der GWUP, einer maßgeblichen Organisation der materialistischen Fundamentalisten, wurde nicht nur breite Werbung für Bayer/Monsanto (Glyphosat) gemacht, sondern auch die Osteopathie als unwissenschaftliche Pseudo-Medizin dargestellt.


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